Zur Zeit erklärte Begriffe
 
Das Wahrscheinlichkeits-Lexikon ist eine große Aufgabe.
Bitte haben Sie etwas Geduld und schauen Sie immer mal wieder herein.

Adams, Douglas

(1952-2001) gilt in vielen Wahrscheinlichkeiten als der bedeutendste Philosoph des 20. Jahrhunderts. Seine Arbeiten bilden die erkenntnistheoretische Basis neuerer Betrachtungen über die Beschaffenheit und Funktion des Universums. (siehe auch Douglas-Adams-Universität , Shandor Kronovacs). In einigen Wahrscheinlichkeiten gelangte der Brite allerdings nur zu einem bescheidenen Erfolg als Science-Fiction Autor, ähnlich wie Olaf Stapledon. Seine wichtigsten Veröffentlichungen sind "The paradigm of Norway" 1978, "Mice-Mapping" 1984, "The deeper Meaning of Liff" (1990) und die Romane um seine Hauptfigur Arthur Dent (Hitchhiker's Guide through Universe 1979 ff.) in dem er nach Ansicht von Literaturwissenschaftlern in einer Hommage an Phileas Fogg seine Verehrung für Jules Verne dokumentiert. Unübersehbar ist aber auch eine Art der Selbstdarstellung in der Vorliebe Dents für Bademäntel.


Ausgehjacke

Über Jahrzehnte hinweg immer wieder modisch angepaßtes Kleidungsstück mit einer Vielzahl eingearbeiteter Dienstleistungsfunktionen, deren Rangordnung einstellbar ist. Entwickelt aus der Idee der intelligenten Kleidung für Personen mit langfristigen Defiziten, z.B. Herz-Kreislaufproblemen oder Diabetes, die ständig den Zustand des Trägers überwachen um bei Überschreitung festgelegter Werte zu warnen oder ggf. über Funk einen Rettungswagen zu benachrichtigen. Ausgehjacken enthalten außer diesen auch andere Sicherheitsfunktionen. Durch ständige Verbindung zum Info-Netz, zum Globalen Ortungssystem (GOS) und verschiedenen Anbietern von Sicherheitsprogrammen kann der Träger vor allen denkbaren Gefahren wirkungsvoll geschützt werden. Informationen und Empfehlungen für alle Stadtgebiete können abgerufen werden und vor dem Betreten besonders gefährlicher Viertel wird automatisch gewarnt. Für besonders ausgehfreudige Personen können hier Schutz-Versicherungen abgeschlossen werden, die besonders für Konfrontationen mit Straßengangs zu empfehlen sind.
Ausgehjacken sind auch für Personen mit niedrigem Einkommen erschwinglich: durch ein Abkommen mit den vier Vermarktungsfirmen kann durch Zulassen von PIBS (Persönliche Informations- und Beratungssendungen) der Kaufpreis bis auf eine geringe Schutzgebühr gesenkt werden, wie es aus früheren Zeiten und anderen, rückständigen Wahrscheinlichkeiten auch für Handtelefongeräte (Handys) und stationäre Empfangsanlagen bekannt ist.

Daseinsenergie, die

Gesamtes energetisches Potenzial einer eigenständigen Wahrscheinlichkeit, berechnet als Summe der Produkte aus Quarkspin und Prosperität (Entwicklungsdruck) sowie biologischer Systemenergie (z.B. Biophotonen) und emotionaler Energie. Gerät einer der Faktoren in den negativen Bereich, wird der Betrag der Daseinsenergie ebenfalls negativ und kann den Absturz einer Wahrscheinlichkeit hervorrufen. Hiervon besonders betroffen sind die sog. Starkwelten ("Bösewelten"), die sich als Energieräuber bei anderen Welten betätigen müssen, wollen sie nicht ihr gesamtes Staats/Lebenskonzept umstoßen, was von den jeweiligen Machthabern schwerlich intendiert sein kann. Welten, die die Wahrscheinlichkeitstechnologie entdeckt haben, bedienen sich oft bei Welten chaotischer Ordnung (Schmutzigwelten), deren Daseinsenergie sie sich selbst zuführen können. Von den Opferwelten bleibt lediglich das energielose Informationskonzept zurück, das sich schließlich auf die verbliebenen Wahrscheinlichkeiten verteilt.
Auslöser für ein negatives Vorzeichen kann zum Beispiel überhöhter Streß in einer Gesellschaft sein, der die emotionale Energie ins Minus abkippen läßt. Aber auch Welten mit vermeintlich hoher Daseinslegitimation können Absturzanwärter werden, wenn ihr Prosperitätskoeffizient durch verkrampftes "Gut-Sein" negativ wird, weil das System damit unbeweglich und ohne Entwicklungsmöglichkeiten gerät. Vergl. auch Studien zur Entropie und den termodynamischen Gesetzen der klassischen Physik.
Ein verwandtes Konzept zur Daseinsenergie ist bereits aus der traditionellen chinesischen Philosophie seit Jahrtausenden bekannt: der Begriff des Qi, die allumfassende Lebensenergie, die dort allerdings aus dem Zentrum der Galaxis importiert wird.

Daseinslegitimation, die

Eigentlich im Sinne des Wortes "Beweis oder Ausweis für die Existenz". In Gutwelten gebräuchlicher Terminus für das Ausmaß an Sicherheit, als eigene Welt zu überleben. Eine niedrige Daseinslegitimation wird gemeinhin Welten mit unethischer Entwicklung (Bösewelten) oder chaotischer Entwicklung (Schmutzigwelten) zugeschrieben. Das Erreichen einer hohen Daseinslegitimation wird angestrebt durch Übungen zur gewaltfreien Konfliktlösung (Rollenspiele) und Pflichtschulungen in Aggressionsbewältigung (Ordnungsseminar). Je mehr diese Vorgabe realisiert ist, desto besser glauben sich selbstbenannte Gutwelten vor Übergriffen durch gesellschaftliche Störprogramme oder gar dem Einsatz einer Wahrscheinlichkeitsbombe geschützt.

Del Mestre, die

Nach ihrem Erbauer benannten spezielle Elektrogitarre mit Kultcharakter. Besonders gerühmt wird von Benutzern die einmalige Saitenlage und die Leichtigkeit des Corpus. In einigen Wahrscheinlichkeiten chaotischer Entwicklungsform existierte eine größere Firma dieses Namens , in anderen wiederum nur eine kleine Bastelwerkstatt, wo die Produktion über ein bis zwei Exemplare pro Jahr nicht hinauskam.

Denkspangen, die (pl)

Gerät zur telepathischen Verständigung (Gedankenübertragung), das in mehreren Wahrscheinlichkeitsclustern erfunden wurde. Die Bezeichnung Denkspangen ist vornehmlich in Dinosaurier-Welten üblich und stellt selbstverständlich nur eine gedachte Säugetier-Umsetzung des Dinowortes dafür dar. Es handelt sich um einen reifenartigen Metallkranz, der auf dem Kopf anliegt und mittels adhäsiver Elektroden Kontakt zur Kopfhaut aufnimmt. Die Verwendung des Plurals, obwohl es sich doch nur um ein einzelnes Gerät handelt, gründet sich auf der Beschaffenheit des technische Innenlebens.
Öffnet man die Denkspangen, findet man neben einigen elektronischen Bauteilen hauptsächlich zwei spangenartige Metallkerne, die mit feinem Draht umwickelt sind und somit ringförmige Spulen darstellen. Auch aus der menschlichen Elektrotechnik kennt man das Prinzip, Energieübertragung (siehe auch: Transformator) durch zwei nebeneinanderliegende Spulen zu bewerkstelligen. Eine Spule ist die Eingangswicklung, die andere besorgt das Ausgangssignal. In der Entwicklungszeit der Denkspangen, als in den Labors noch keine schicken Plastikgehäuse dafür verwendet wurden, kam es zum Sprachgebrauch, den Plural zu benutzen, weil man die beiden Spangen deutlich sehen konnte und ihre Ausrichtung zueinander noch variabel war. Der Begriff Denkspangen wurde dann in den Sprachgebrauch übernommen und auch in einer Kommunikation übersetzt, weil nicht nur die Träger der D. an die beiden Spulen denken, sondern D. auch als Begriff im elektronischen Speicher verankert ist.
Denkspangen sind in erster Linie graduelle Verstärker feinstofflicher Schwingungsfelder. Damit sind Reichweite, Ausrichtung und eine mögliche Abschirmung, wie sie aus der Welt der elektrischen Felder bekannt sind, ebenfalls gegeben. Die Qualität der Übertragung steigert sich, wenn die D. von natürlichen Telepathen getragen werden, weil diese auch auf den universellen
kosmischen Informationsspeicher, die sog. Matrix, zugreifen können.

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Existenzgefüge

Ausdruck in einigen Welten für die technische Betrachtung der Ansammlung belebter und unbelebter Wahrscheinlichkeiten (Universen). In eher religiös orientierten Wahrscheinlichkeiten wird der Begriff "Schöpfung" vorgezogen.

Fonos, die

Kurzform für Phonographien. Bezeichnung in vielen Wahrscheinlichkeiten, namentlich Gutwelten, für digitale Musikspeicher. Fonos sind gemeinhin silbern, quadratisch oder rechteckig mit einer Kantenlänge von ca. 10 Zentimetern. Die Größe resultiert nicht aus der Art und Notwendigkeit der Speicherfunktion, sondern ist Gestaltungsbereich für künstlerische und informative Drucke. Auch die Handhabung sollte günstig sein. In der Mitte nahe der Basiskante befindet sich ein Chip, der die jeweiligen Informationen trägt. Fonos bewegen sich nicht im Abspielgerät. Die Informationen werden über Kontakte ausgelesen.

Freisingen, das

In Gutwelten praktizierter ritueller Akt der Stressbewältigung und zur Behebung von Kommunikationsstörungen, die einzelne Menschen miteinander haben. Üblich als Gemeinschaftsereignis in Sonntagsschulen oder als Tagesausklang in Ordnungsseminaren.

Der Ursprung dieser Institution liegt möglicherweise bei den "Meistersingern von Nürnberg". Beim Freisingen (also „freiem Singen“) dürfte jeder, auch Fremde, auftreten und sich zu Gehör bringen. Zugelassen waren sowohl religiöse Themen als „auch wahre und ehrbare weltliche Ereignisse sowie schöne Sprüche aus der Sittenlehre“ erlaubt. Außer dem Ruhm gab es keine materiellen Preise oder Ähnliches zu gewinnen.

GOS

Globales Ortungs System für Ausgehanzüge und Fortbewegungsmittel. Ermöglicht das Aufspüren von Geräten und Kleidungsstücken und der damit betroffenen Personen ohne Kenntnis der persönlichen PIN-Daten.

Höhere Wahrscheinlichkeitsmathematik

Wissenschaft der Beschreibung verschiedener subatomarer Schwingungszustände, aus denen auf die Existenz anderer, definierter Wahrscheinlichkeiten geschlossen werden kann. HWM bildet die Grundlage für die Konstruktion und Abstimmung von Geräten wie Torzonen-Ortungssystemen (z.B. Torgucker, AF-Scanner) bis hin zu Affinitäts-Modulatoren (AF-Modulatoren) für die Reise zu anderen Welten.
Der Durchbruch in der Wahrscheinlichkeitsforschung ist in der Ermittlung von fundamentalen Algorithmen für die Konfigurationsberechnung zu sehen. Basis dafür bildete in vielen sehr unterschiedlichen Welten die zunächst 6-dimensionale polymetrische Strukturquanten-Theorie. Mit der Aufspreizung der äonischen Dimension und dem Einsetzen der entsprechenden Kondensationsgleichung konnte die schon länger vermutete "Hypothetische Verhaltensnäherung von Änderungsdispositionen" bestätigt werden. Die daraus errechneten Schwingungsdaten bezeichnen zwar definierte und dadurch wiederauffindbare Wahrscheinlichkeiten, sind jedoch nicht von einer Welt auf eine andere übetragbar, da in jeder Wahrscheinlichkeit, die diese Technik entwickelt hat, eigene Bezugspunkte benutzt werden. Hinzu kommen natürlich die unterschiedlichen Datenformate der Betriebssysteme.

Innie, der oder die

Bezeichnung für einen Einwohner, der möglichst jeden Aufenthalt außerhalb seiner eigenen vier Wände vermeidet. Der in jeder Wohnung vorhandene Anschluß an das Info-Netz (Info-Terminal) ermöglicht den Arbeitsplatz zu Hause. Die Versorgung mit jeder Art von Gütern ist durch den Bringe-Service aller großen Anbieter gewährleistet.
Innies entwickeln sich oft zu permanenten Benutzern von Erlebnisanzügen ("Inlivies") und führen so eher ein Leben in virtuellen Welten. "Persönliche" Treffen finden in Form von Projektionen in speziell dafür ausgelegten "Cyber-Lounges" statt.

Ordnungsseminar, das

Einrichtung des Ministeriums für Volksgesundheit, Bildung und Innenpolitik zur Erziehung oder Umerziehung auffällig gewordener Bürger. Grundlage für diese Maßnahme ist das Gesetz vom 13. 8. 1961, in dem das Recht auf individuelle Optimierung der persönlichen sozialen Kompetenzfür jeden einzelnen Bürger festgeschrieben wurde.
Die Einweisung in ein Ordnungsseminar kann demgemäß von jedem beantragt werden, meist sind es jedoch Institutionen wie Schule, Salvationsbüro oder die Wahrscheinlichkeitspolizei, die hier aktiv werden.
Basis für die Umerziehung bietet die Theorie der sozialen Integration durch Konfliktbearbeitung von ...
Zumeist in Rollenspielen mit positiver Wahrnehmung des Gegenübers, aber auch durch gemeinsames Singen, Wandern und das Fertigen von Handarbeiten werden nach eigenen Angaben von Gutwelt-Behörden große Erfolge in der Stärkung sozialer Kompetenz erreicht. Siehe hier auch das Freisingen der kirchlichen Institutionen.

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Outie, der/die

Bezeichnung für Einwohner, die es vorziehen, ihr Leben außerhalb von geschlossen Räumen oder mindestens der zugewiesenen eigenen Wohnung zu verbringen. Erlebnisanzüge werden von ihnen völlig verachtet, teilweise werden auch Ausgehjacken manipuliert oder sogar ganz abgelehnt.
Gemeinsam ist allem Outies der Wunsch, sich selbst direkt zu erfahren. In Zeiten größerer Verbreitung dieses Typus wurden von den marktbeherrschenden Konzernen großangelegte Erlebnisreisen oder -touren angeboten, in denen die Teilnehmer ungewöhnliche direkte körperliche Erfahrungen machen (Wüste, Gebirge, Arktis etc.) und die Grenzen ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit ausloten konnten.

PIBS

Persönliche Informations- und Beratungs-Sendung. Werbeanrufe, zu wechselnden Zeiten an Ausgehanzüge und andere geortete Teilnehmer ausgestrahlte gesetzliche gestatte Werbesendung von 5 Minuten, die 100 dB nicht übersteigen dürfen. Bei Anzügen, die mit speziellem Kontrakt nach § 83f des Werbemaßnahmenbeschränkungsgesetzes billiger verkauft wurden, sind PIBS nicht abschaltbar.

Sandteufel,der

Meist kleine Wirbelstürme auf der Marsoberfläche, im Mittel etwa zehn Meter hoch. Auch in Wahrscheinlichkeiten, die nicht über die Raumfahrt verfügen, wurden Sandteufel von Astronomen beobachtet.
Sie entstehen, wenn sich die Marsoberfläche unter der Sonneneinwirkung übermäßig erwärmt. Dadurch, daß sie den freien Staub aufwirbeln werden sie gut sichtbar.
Die Gefährlichkeit dieser Wirbelstürme rührt daher, daß sie blitzschnell ihre Richtung zu ändern vermögen und die meisten auch in der Lage sind, einen Marsrover umzukippen, wodurch oft die Fahrgastzelle irreparabel beschädigt wird. In den verschiedenen Marskolonien herrscht deshalb bei Ankündigung von Sandteufeln absolutes Fahrverbot.

Torgucker, der

Leichtes Meßgerät, das in verschiedenen Wahrscheinlichkeiten zum Erkennen und Beurteilen von Affinitätsbereichen oder Torzonen benutzt wird. Auffällig ist die überall ähnliche Konstruktion, die einer Brille für Einäugige ähnelt. Das einzige Glas sitzt meist vor dem rechten Auge und bildet die Projektionsfläche für die Meßdaten. Die Anzeigen beziehen sich meist auf die Lokalisierung eines Tores und geben die Öffnungszeiten bis zu einer Woche in der Zukunft an. Einige Modelle sind mit Sonder- und Warnfunktionen ausgestattet, sodaß auch komplexe Torstrukturen und sogar Wahrscheinlichkeitsstürme erkannt werden können.

Topographisches Modell der Wahrscheinlichkeitscluster

Der französische Privatgelehrte Jules Verne stellt um 1873 die Theorie der Wahrscheinlichkeitscluster auf, die besagt, daß ähnliche Welten jeweils in virtuell abgegrenzten Dimensionsbereichen zusammenliegen. Diese "Schollen" unterliegen Driftbewegung durch die sie auf andere Wahrscheinlichkeitscluster treffen. Dadurch öffnen sich für die betroffenen Randwelten natürliche Torzonen auch in sehr entfernte Wahrscheinlichkeiten.
Torzonen, die in sehr nahe Wahrscheinlichkeiten führen, also in Welten, die sich nur durch sehr wenig unterscheiden, sind erheblich seltener. Ursache dafür ist die Interferenz der Informationsstrukturen (Resonanzfelder). Zu starke Ähnlichkeit bewirkt eine Schwächung der Individualschwingungen der betreffenden Welten und kann sogar zur völligen Auflösung führen. Lebewesen, die mit maschineller Hilfe in zu nahe Wahrscheinlichkeiten reisen, in denen sie ebenfalls existieren, müssen mit Störungen ihres biologischen Informationsfeldes (siehe auch: Biophotonen) rechnen. Die von räumlicher Entfernung unabhängige Interferenz der Eigenschwingung wird dabei je nach Ähnlichkeit mehr oder weniger gestört. Je näher die aufgesuchte Wahrscheinlichkeit ist, desto größer die körperlichen Unpäßlichkeiten der jeweiligen Personen bis hin zum Tod und zwar sowohl der zugereisten als auch der vorher anwesenden Person.

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Torzone, die

In allen Wahrscheinlichkeiten sprunghaft auftretende Affinitätsbereiche, die für kurze Zeit eine so starke Näherung der Wahrscheinlichkeiten erreichen, daß Materie von einer Welt in die andere überwechseln kann. Voraussetzung für den Übertritt ist, daß in Frage kommende Objekte in diesem Bereich (Tor) in Bewegung sind. Obwohl die Prozesse, die in diesen Torzonen stattfinden, in einigen Welten gut erforscht sind, ist es sehr schwierig, diese langfristig vorauszusagen.
Hauptursache für das Zustandekommen von T. sind die Driftbewegungen zwischen den Wahrscheinlichkeiten, die für deren häufige Reibung aneinander sorgen. An diesen Stellen bilden sich Überlappungszonen, die sog. Tore. Die bei der Erforschung der T. zunächst aufgestellte Hypothese, daß damit eine einfache Reise zwischen den Wahrscheinlichkeiten möglich wäre, bestätigte sich zwar, sofern man diese Übergangsbereiche orten könnte (siehe auch: Torgucker). Es erwies sich jedoch, daß der dauernde Aufenthalt von Lebewesen in allzu nahen Wahrscheinlichkeiten nahezu unmöglich ist. Lebewesen, die dorthin reisen wo sie ebenfalls existieren, müssen mit Störungen ihres biologischen Informationsfeldes (siehe auch: Biophotonen) rechnen. Die von räumlicher Entfernung unabhängige Interferenz der Eigenschwingung wird dabei je nach Ähnlichkeit mehr oder weniger gestört. Je näher die aufgesuchte Wahrscheinlichkeit ist, desto größer die körperlichen Unpäßlichkeiten der jeweiligen Personen bis hin zum Tod und zwar sowohl der zugereisten als auch der vorher anwesenden Person. Nahe liegende Wahrscheinlichkeiten, die sich allzu stark reiben und daher durchmischen, sind so von einer natürlichen Absturzgefahr bedroht. Wahrscheinlichkeitsforscher halten diesen Effekt für eine Art Ausleseprozeß im Rahmen der Quantengesetze. Nur Welten, die sich schnell voneinander entfernen, haben eine Überlebenschance, sofern sie sich nicht durch absurde Entscheidungen selbst eliminieren.
In einigen Welten wurden technische Möglichkeiten erfunden, gesteuert durch die Wahrscheinlichkeiten zu reisen, ohne auf die Bildung eines natürlichen Übergangsbereiches zu warten (siehe auch: Affinitätsmodulator). Bisher ist aber kein Gerät bekannt, das die Oberflächenspannung der einzelnen Welten durchdringen könnte, sodaß ein Einsatz auch nur in den T. möglich ist.

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Umweltunterricht, der

Kurzform für bestimmte Lehreinheiten, gängige Bezeichnung in sehr unterschiedlichen Welten. Steht eigentlich für "pädagogische Einheit zur Kenntnis umliegender Wahrscheinlichkeiten", aber selbst in Gutwelten hat sich diese Abkürzung in den allgemeinen Sprachgebrauch eingeschlichen.

Vagabundierende Tore/Wahrscheinlichkeitsnäherungen

Neben den regelmäßig auftretenden Affinitätszonen, deren Ursache eher mit der natürlichen Annäherung der verschiedenen Schwingungsmuster der Materie einzelner Welten erklärbar ist, gibt es noch die sog. vagabundierenden Tore, das sind W.-Näherungen oder Überlappungszonen, die auf der Ähnlichkeit der Entwicklung von Ereignissen beruhen, und deshalb kaum oder nur sehr kurzfristig voraussagbar sind. Manche Meßgeräte (einfache Torgucker) zeigen sie überhaupt nicht an.

Vortex- Generator, der

"Wirbelfeld erzeuger" - Erfindung einiger Welten, um die eigene Wahrscheinlichkeitsenergie zu erhöhen. Wahrscheinlichkeiten, deren Existenz ein geringes Ausmaß an Stabilität haben, können durch Auffangen freigewordener Energien z.B. beim Welten-Absturz ihre Realität erhöhen. Der Vortex-Generator erzeugt ein virtuelles Feld, das diese Energien in vorher definierter Richtung und zur eigenen Nutzung leiten kann. Der operationale Einsatz in der Föderation wahrscheinlicher Welten ist geächtet. In einigen Welten jedoch beständig durchgeführt (Starkwelten) da sie sonst ihre Daseinslegitimation (Sprachgebrauch der Gutwelten) verlieren könnten.

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Wahrscheinlichkeitsbanken

Die Erfindung von Geräten, mit denen Reisen durch verschiedene Wahrscheinlichkeiten möglich wurde, hatte einen tiefgreifeneden Einfluß auf die Wirtschaft und das gesamte Gesellschaftssystem der betreffenden Welten. Besonders dann, wenn solche Geräte auf den freien Markt geraten, kann eine Welle der Kriminalität ausgelöst werden, denn ein Besitzer eines AF-Modulators oder auch nur eines Torguckers kann sich in Welten, in denen die Affinitätsphänomene unbekannt sind, straflos bereichern. In den meisten der fraglichen Welten wurde die Ausbeutung anderer Wahrscheinlichkeiten zum Nutzen der gesamten Gesellschaft institutionalisiert und in die Hände der Wahrscheinlichkeitsbanken gelegt. Daraus ergaben sich ganz neue Anlagemöglichkeiten für Bürger, die sich nicht persönlich an Raubzügen oder Gewinnabschöpfungseinsätzen beteiligen wollten oder konnten: Aktienfonds und Wetten auf die Entwicklung vom Absturz bedrohter Wahrscheinlichkeiten (WAX).
Ein ganz besonderes Geschäftsfeld wurde Vermögensverwaltung von Weltengehern, interwahrscheinlichen Händlern und in diesem Zusammenhang auch der Umtausch von unterschiedlicher Währungen.

Wahrscheinlichkeitsministerium, das

Staatliche Institution in Gutwelten zur Überwachung und Prüfung der Wahrscheinlichkeitsentwicklung, gegründet zumeist in den Jahren der Ereigniskrisen um 1961. Hauptaufgabe ist die Erhaltung einer hohen Daseinslegitimation. Zur Informationsbeschaffung und Überwachung der Tore sind eine größere Anzahl von Wahrscheinlichkeitsagenten angestellt. Die Durchsetzung von Beschlüssen und allgemeine Ordnungsaufgaben obliegt einer speziellen Eingreiftruppe, die zumeist Wahrscheinlichkeitspolizei genannt wird.
Oft gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem Ministerium beziehungsweise dessen Unterorganen Salvationsbüro und Ordnungsseminarverwaltung. In diesem Rahmen werden von Zeit zu Zeit Projekte zur Ermittlung von Strategien zur Steigerung der Daseinslegitimation durchgeführt
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Wahrscheinlichkeitspolizei, die (auch: W-Agenten, "Garde" etc.)

Exekutivorgan verschiedener Welten zur Kontrolle des W-Transfers (Reisen zwischen den Wahrscheinlichkeiten), in den meisten Fällen von sich selbst abschottenden Wahrscheinlichkeiten (sog."Gut-Welten" etc.). Hauptaufgaben sind die Überprüfung von Reisekontingenten der wissenschaftlichen Institute und das Eingreifen bei nicht legitimierten Übertritten. In Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen werden illegale Weltengeher festgesetzt und zur Internierung und gesellschaftlichen Anpassung an das Salvationsbüro überstellt.

Wahrscheinlichkeitssturm, der

Meist gewaltsam herbeigeführte Annäherung von sehr vielen Affinitätszonen, sodaß eine Verwirbelung zwischen mehreren W.-Clustern enstehen, die bis in die Zonen der Unwahrscheinlichkeit reichen können. Durch die sehr unterschiedlichen Energieniveaus der Wahrscheinlichkeiten kommt es zu einer fast explosionsartigen Affinitätsverwirbelung, die Materie bis in weit entfernte Welten transportieren kann. Kleine W.-Stürme sind oft die Folge von Versuchsreihen, wenn in einer Welt gerade die Technik des Materieaffinititätswechsels entwickelt wird (Affinitätsmodulator). Entwicklungsingenieure benötigen verschiedene Versuche zur Kalibrierung optimale Modulationen wobei sie oft das Existenzgefüge weitgestreut einreißen. Dieser Vorgang kann auch durch einen bestimmten Defekt in einem AF-Modulator hervorgerufen werden, wenn der Akzelerator (Beschleuniger) bereits durchgeführte Modulationen nicht wieder glättet. Große W.-Stürme entstehen durch kosmische Störungen, als Effekt schwarzer Löcher oder als kulminierende Sogwirkung im Gefolge von Abstürzen ganzer Wahrscheinlichkeitscluster, z.B. durch den Einsatz einer Wahrscheinlichkeitsbombe. Auch die Reibungen von sehr unterschiedlichen W.-Clustern an den Schollenrändern lösen durch die Entstehung unwahrscheinlicher Entwicklungen eine Verwirbelung sehr verschiedener Energieniveaus aus, sodaß sich der Effekt eines W-Sturmes einstellt. Hier finden wir ein weites Feld für die Wahrscheinlichkeits-Forscher und es ist bisher keine Welt bekannt, in der alle Rätsel der Mechanik des Existenzgefüges gelöst sind

Weltensammler

Sagenhaftes Gerät zum Zusammenfassen verschiedener, durch Energieabfluß bedrohter Wahrscheinlichkeiten. Der Ursprung dieser Geräte, die kleiner als die Fläche einer ausgestreckten Hand sind, wird in den Verborgenen Welten vermutet. Hin und wieder tauchen diese Geräte im Rahmen merkwürdiger Ereignisse auf, die dem Auftreten von Gerüchten und der Mythenbildung Vorschub leisten. In einigen Welten existiert die Ansicht, daß die Weltensammler bewußt von dem Schöpfer/der Schöpferin in Umlauf gebracht wurden, um als ein Gegenmittel gegen den vollständigen Absturz von Weltenclustern durch den Überfall einer Starkwelt zu fungieren.
Auch über den Grund der geringen Abmessungen der Geräte herrscht Unklarheit. Am meisten verbreitet ist die Ansicht, daß es sich nur um eine Fernbedienung handelt und der wahre Weltensammler nur einmal vorhanden ist. Ausgehend von der Theorie, daß alle Informationen eines Universums holographisch verteilt sind, argumentieren einige Forscher sogar, daß der Weltensammler nicht nur eine große Maschine zwischen den Dimensionen darstellt, sondern daß das gesamte Universum als Funktionseinheit selbst ansprechbar ist.

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Adams, Douglas

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Daseinsenergie

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mathematik

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Umweltunterricht

Vagabundierende Tore

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ministerium

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Wahrscheinlichkeitssturm

Weltensammler