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Die Mühlheim-Dossiers bilden einen wertvollen Hintergrund zum Verständnis der Geschehnisse in den "Büchern Mühlheim".

Hier finden sich Stellungnahmen kompetenter Persönlichkeiten aus verschiedenen Welten, wissenschaftliches Basiswissen der Wahrscheinlichkeitsforschung und des Reisens auch in abgelegene Existenzcluster des Existenzgefüges (Schöpfung). Nicht zuletzt die Beiträge aus kulturellen und gesellschaftspolitischen Bereichen verdienen die Beachtung des Mühlheim-Besuchers.

Die Liste der Dossiers wird ständig erweitert, sofern uns Nachrichten von unseren Informanten aus den umliegenden Wahrscheinlichkeiten erreichen.

Besonderes Interesse wird, angesichts der bevorstehenden Schwanzballweltmeisterschaft in den Dinowelten, ein Einstieg in das Regelwerk dazu finden. Die vollständige Darstellung finden Sie bitte unter dem dafür vorgesehenen Link.

Schwanzball ist ein Mannschaftsspiel
Das Ei muß in das eigene Nest gebracht werden. Es kann sowohl mit dem Schwanz, als auch mit den Füßen befördert werden. Die Grundlage dieses Spieles liegt in der Eierräuberei der grauen Vorzeit.
Da die Eier wegen der dünnen Schale sehr empfindlich waren (und sind), war natürlich die Schwanzbehandlung sehr viel schonender für das Ei und damit letztlich effektiver. Hastige Tritte mit den Füßen führten oft zu Schalenknicks und die Klauen der oberen Extremitäten (Arme) waren zu scharf, um sie dafür zu benutzen. Oder sie mußten zur Abwehr bereitgehalten werden.

Im Laufe der Zeit, während sich die Reptiliengesellschaft organisierte und zivilisierte, wurde aus dem Ernst ein Spiel. Ein Ersatz für ernsthaft ausgetragene Meinungsverschiedenheiten. Zuerst wurde es mit echten, dann mit künstlichen Eiern gespielt, vor einigen Jahrtausenden ging man auch davon ab und landete schließlich bei der Kugel, die nicht mehr so unberechenbar durch die Gegend taumelte und die Stars des grünen Rasens oft dumm hinter einer Eiabgabe hinterher schauen ließ...

Das Spielfeld ist ein großes Oval von ca. 100 Meter in der Länge und etwa zwei Dritteln davon in der Breite. In den Brennpunkten dieser Ellipse stehen die beiden Nester (Tore). Zehn Spieler müssen versuchen, ein Ei aus dem gegnerischen in ihr Nest zu bringen, indem sie es nur mit Schwanz und Füßen berühren. Andere Körperteile sind auch gestattet, wenn das Ei springt, es darf aber nicht beabsichtigt sein. Nur Arme und Hände (Krallen) sind von der Ballberührung ausgeschlossen, Zuwiderhandlung gibt ein Handfoul.
So bewacht jede Mannschaft einerseits das gegnerische Nest und versucht zu verhindern, daß die andere Mannschaft dort ein Ei landet. Andererseits versucht sie, ein Ei trotz des Widerstands des Gegners in ihr eigenes Nest zu bringen. Und schließlich muß sie noch verhindern, dass ihr Ei aus dem Nest "gestohlen" wird. Maximal dürfen zwei deshalb Eier gleichzeitig im Spiel sein. Wegen dieser vielen Möglichkeiten ist der Spielfluß sehr dynamisch und unterhaltend

Die Regeln dieses Spiels werden von drei Schiedrichtern überwacht, die zu einer Mehrheitsentscheidung bei Verstößen (Fouls) kommen müssen.
Verstöße gegen die Regeln werden mit direkten und indirekten Strafeiern geahndet. Nestnähe (Abseits) ist,wenn der Spieler zum Zeitpunkt der Eiannahme keinen Gegenspieler (Nestwart) mehr zwischen sich und dem Nest hat.
Das schlimmste Foul ist das Schwanzfoul, das auf jeden Fall mit einem Nestwurf geahndet wird. Es wird gegeben, wenn einem Spieler, der nicht in Eibesitz ist, auf den Schwanz getreten wird, um ihn am Einsatz zu hindern. Entwicklungsgeschichtlich kommt dieses daher, daß es sehr peinlich war, jemanden unschuldig des Eiraubes zu beschuldigen.

Der Nestwurf, der auch beispielsweise bei Klauengebrauch (gefährliches Spiel) verhängt wird, muß von einem Punkt mindestens zehn Meter Entfernung von dem Tor entfernt durchgeführt werden. Ein Spieler darf versuchen, mit einem Schlag des Schwanzes das Ei an nur einem Gegner, der ihm nicht näher als fünf Meter kommen darf, vorbei ins eigene Nest zu bringen.
Gewinner ist, wer nach der festgelegten Spielzeit von zwei Ruppen die meisten Punkte hat. In Meisterschaftsspielen sind bei Gleichstand nach der normalen Spielzeit Verlängerungen von einer halben Ruppe üblich.

In der Mannschaftsaufstellung gibt es eine Aufteilung nach den Fähigkeiten und der Aufgabe der Spieler. Vor dem fremden Nest formieren sich die Fänger. In der Mitte agieren die Zuträger. Ganz hinten, um das fremde Nest herum, stehen die Eiholer. In der modernen Version von Schwanzball wird häufig ein 4-2-4-System gespielt.
Jede Partei darf gleichzeitig nur ein Ei spielen, was zur Folge hat, daß max. zwei Eier zugleich auf dem Feld sind.
Schwanzball dürfen nur Männliche spielen. Diese Funktion wird analog zu ihrer Rolle im Leben verstanden: Erhaltung und Versorgung des Geleges. Für besondere Erfolge, beispielsweise für das Erringen des Weltmeistertitels bekommen die Spieler Orden und auf Wunsch die Lizenz zum Brüten.


Vorwort zur aktuellen Ausstellung des Wahrscheinlichkeitsministeriums

Strategien und Waffensysteme bekannter Übergriffe von Welten mit geringerer Daseinslegitimation
Ein bekanntes Phänomen bei jungen, aber auch bei erwachsenen Einwohnern unserer Welt ist die Geringschätzung der real existierenden Gefahren durch Übergriffe von Vertretern der Bösewelten. Es muß ein stetes Anliegen nicht nur unseres Wahrscheinlichkeits-ministeriums und der Schulen sein, gegen diese Verharmlosung vorzugehen und sich den Ernst der Lage beständig vor Augen zu führen. Was kann dazu besser dienen, als diese Ausstellung der uns bekannten Waffen, die von Bösewelten verwendet werden.
Zum Glück verfügen nicht alle Welten, die eine Art von Wahrscheinlichkeitstechnik entwickelt haben, über alle dieser Waffen. Aber selbst eine Variante der nachfolgenden Darstellung kann zum vollständigen Absturz einer Weltenfamilie führen.

Selbst im Sicherheitsarchiv des Wahrscheinlichkeitsministeriums sind nicht alle der uns bekannten Geräte eingelagert. Die mobilen Einheiten unserer Wahr-scheinlichkeitspolizei verfügen natürlich nur über defensive Waffensysteme.

Sie finden in unseren Ausstellungsräumen unter anderem:

Die Wahrscheinlichkeitsbombe ist die stärkste Waffe der bekannten Bösewelten. Sie ist eine Weiterentwicklung des Zufallswandlers, der im Prinzip nur für die Aufhebung der Wahrscheinlichkeitsgesetze sorgt. Mit der Bombe wird eine Auswahl der Möglichkeiten gefiltert: nur die jeweils negativen Entwicklungstendenzen werden zugelassen. Es wird ein Feld geschaffen, das nur Unglücke zuläßt.

Der Dimensionsschüttler oder -rüttler erscheint wie eine undifferenzierte Vorstufe der W-Bombe, darf jedoch vom technischen Grundprinzip her nicht damit verwechselt werden. Mit dem D-rüttler wird grundsätzlich die Dimensionsstruktur in ausgewählten Bereichen zerrüttet und jede Art von Gefügesprüngen in Ereignisfeldern ermöglicht.

Der Ereigniskipper hingegen ist trotz des mißinterpretierbaren Namens nicht mit einem der bereits beschriebenen Geräte identisch, sondern eigentlich ein Meßgerät für deren optimalen Einsatz. Es wird meist von einem Voraustrupp eingeführt um die erforderlichen Daten zu ermitteln.

Der Vortex-Generator ist sozusagen das "Erntegerät" der Bösewelten-Angriffe. Er erzeugt ein einsaugendes Wirbelfeld, das die Leidens- und Lebensenergie abstürzender Wahrscheinlichkeiten auf-nimmt. Dieses Kraftfeld wird den eigenen Wahrscheinlichkeiten zugeleitet, um sie zu stabilisieren.

In unserer Ausstellung finden Sie ebenfalls Meßgeräte für die Aktivitäten von Dimensionstoren bzw. der Aktivitäten darin. Neben dem schon sehr populären Übergangsfeld-Ortungsapparat, auch Torgucker genannt, mit dem ein Tor und seine Aktivierung festgestellt werden kann, gibt es noch den Affinitäten-Rezeptor (auch AF-Scanner). Es ist meist ein koffergroßes Gerät mit Bildschirm und dient ebenfalls zur Messung und Identifizierung von Toraktivitäten, verfügt aber über viel mehr Möglichkeiten der Rückverfolgung als ein Torgucker.

Einige wenige Bösewelten haben ein Transportgerät entwickelt, das sich nur teilweise nach den natürlichen Gegebenheiten zufällig entstehender Dimensionstore richten muß.

Der Affinitäten-Modulator (AF-Modulator) kann künstlich ein zielgerichtetes Feld gewünschter Wahrscheinlichkeiten herstellen. Mit der Generierung veränderlicher Affinitäten ist damit ein komplexer Weg bis hin in weit entfernte Wahrscheinlichkeiten möglich, auf dem zum Ziel "hingerutscht" (geshiftet) werden kann.
In unserer Ausstellung finden Sie leider nur ein maßstabsgerechtes Modell der Bauweise "Transport-plattform".

Die gerüchteweise aufgetauchte Existenz von Geräten wie Torblockern (zur Sperrung von natürlichen Toren) oder von Weltensammlern (energetische Zusammen-fassung von Wahrscheinlichkeiten) kann leider nicht bestätigt werden. Die Erklärung liegt auf der Hand: sollten die Geräte tatsächlich existieren, werden sie nur in sehr weit entfernten Wahrscheinlichkeiten benötigt.
Welten, die hinter Torblockern liegen, sind damit sowieso nicht mehr zugänglich; und Weltensammler werden, unbestätigten Informa-tionen zufolge, zur Stabilisierung der Welten des Chaos jenseits der Bösewelten benutzt.

Abdruck ohne freundliche Genehmigung des Wahrscheinlichkeitsministeriums


Auszug aus dem "Lehrerhandbuch für den Unterricht zur Geschichte umliegender Welten (Umweltunterricht) in der Tertia", von Oberstudienrat Dr. Münchow, überarbeitete Fassung 2004.

Die bedeutendsten Ausgangspunkte in der Entwicklungsgeschichte von Gutwelten im 19. Jahrhundert:

1848 - Das Revolutionsjahr in Europa

Die revolutionäre Bewegung des Jahres 1848, die nach dem Sturz des "Bürgerkönigs" Louis Philippe am 24. Februar in Paris, ganz Europa erfasst und das restaurative Staatensystem des Wiener Kongresses (1814/15) in Frage stellt, bildet den wichtigsten historischen Ausgangspunkt der nachhaltigen Stabilisierung unserer Gutwelt in der Neuzeit.
Die Forderungen nach Pressefreiheit, Schwurgerichten, Volksheer, geschriebenen Verfassungen mit umfassenden Bürgerrechten und liberalen Regierungen führten in den revolutionären Zentren von Berlin, Wien, Mailand, Venedig, Budapest, Prag zu einer grenzüberschreitenden Solidarisierung der liberalen Kräfte gegen die alten Mächte. Überall konnten jetzt unter dem Druck von Massendemonstrationen und Aufständen Nationalversammlungen einberufen werden, die ihren Ländern demokratische Verfassungen gaben und sich dabei des Beifalls und der Unterstützung ihrer ebenfalls revolutionären Nachbarstaaten sicher sein konnten. Die programmatische Rede Philipp Jakob Siebenpfeiffers auf dem Hambacher Fest von 1832 wurde zur politischen Realität in den neu entstehenden Nationalstaaten (vgl. Quelle 1).

Quelle 1:
"Hoch leben die Polen, des Deutschen Verbündete! Hoch lebe jedes Volk, das seine Ketten bricht und mit uns den Bund der Freiheit schwört!
Vaterland - Volkshoheit - Völkerbund hoch!"
(J.G.A. Wirth, Das Nationalfest der Deutschen zu Hambach, Neustadt 1832, S. 41)

Merksatz:
Das seit mehr als 150 Jahren konfliktfreie Zusammenleben der Staaten Europas, wie wir es aus unserer Wahrscheinlichkeit kennen, resultiert historisch aus dem Gelingen der Revolutionen von 1848.


Anmerkung zu gegenläufigen Entwicklungen in parallelen Wahrscheinlichkeiten:
Je nach Reifegrad der Schüler ist dem unterrichtenden Lehrer anheimgestellt, auch auf die katastrophischen Entwicklungstendenzen, wie sie ein Scheitern der Bewegung von 1848 nach sich gezogen hätte, am Beispiel des Typus Schmutzigwelt einzugehen (max. eine Doppelstunde).

Hierbei wären folgende Aspekte zu berücksichtigen: Die Tatsache, dass Wilhelm von Humboldt (1767-1835) bis zu seinem Tod als Innenminister im Amt blieb und so über anderthalb Jahrzehnte hinweg die Reformierung und Liberalisierung des preußischen Staates vorantreiben konnte, war für die Entwicklung unserer Gutwelt von zentraler Bedeutung. Nur so konnte der politisch schwankende preußische König Friedrich Wilhelm IV unter dem Druck seiner nunmehr reformorientierten Ministerien im April 1849 dazu gebracht werden, die ihm von der Frankfurter Nationalversammlung zugedachte Rolle eines konstitutionellen Monarchen zu übernehmen. Insbesondere diese Vorreiterrolle Preußens beeinflußte den revolutionären Verlauf in seinen Nachbarstaaten außerordentlich positiv.

Das in einigen stabilen Gruppen von Schmutzigwelt-Wahrscheinlichkeiten eingetretene Ereignis der Entlassung Humboldts als Minister bereits 1819 und dessen Rückzug ins private Gelehrtendasein hat langfristig den Abbruch der preußischen Reformen (Stein, Hardenberg, Gneisenau, Altenstein) und die Entwicklung des Staates zu einer reaktionären Militärmonarchie begünstigt. Nur in diesem politischen Klima ist dort 1849 die Niederschlagung der breiten revolutionären Bewegung, nicht nur in Preußen, sondern europaweit, möglich geworden.
Hieraus resultierte dann - in den Schmutzigwelten - die Entwicklung imperialistischer Großmächte, die in einer fortwährenden Rivalität zueinander standen, was in diesen nachgerade bedauernswerten Wahrschein-lichkeiten später zu zwei Weltkriegen (1914 - 1918 und 1939 - 1945) führen musste.

NB: Das damit verbundenen Aufkommen nationalistischer und faschistischer Regime in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und deren rassistische Ideologiebildung, die zum industriell organisierten Völkermord an acht Millionen unschuldigen Menschen geführt hat, darf im Schulunterricht nur anhand der Fakten thematisiert werden. Das Ansprechen ideologischer Inhalte sollte, soweit bekannt, aber vermieden werden, um die Möglichkeit einer Ethikinfektion der Schüler vollkommen auszuschließen.


Entstehungsgrundlagen paralleler Wahrscheinlichkeiten

Auszug aus dem Geschichtsbuch umliegender Welten, Unterrichtsmaterial für die Tertia an Gymnasien und anderen weiterführenden höheren Schulen.

Siehe auch Schautafel hier:

Jede Welt entsteht an einer Abzweigung ihrer Geschichte. Wenn eine Entscheidung im Leben getroffen werden muß, gibt es immer mehrere Möglichkeiten. Entweder man tut etwas, man läßt es oder macht es vielleicht später und ganz anders. Mit jeder dieser Möglichkeiten entsteht eine neue Wahrscheinlichkeit und jede dieser Welten entwickelt sich anders.
Ein Beispiel, wie ganz charakteristisch eine Weltenspaltung zustande kommt:
Ein Politiker verspricht in einer öffentlichen Rede, daß er die gerade anliegenden Probleme meistern wird. Wenn man ihn wählt.
Die erste Welt kommt zustande, weil genau dieses eintritt. Eine andere Welt wird geboren, wenn er nicht gewählt wird. Und eine dritte schließlich entsteht, wenn der Politiker bei dieser Rede durch einen Attentäter ermordet wird.

Die erste Art von Welt entwickelt sich meistens zu einer sogenannten "Gutwelt", wie wir sie kennen und lieben. Die zweite Art des Ablaufes hat in der Regel eine "Schmutzigwelt" zur Folge, in der man nicht so auf Gemeinsamkeiten aus ist, sich vielfach lieber bekämpft. Die dritte Art wird meist zu einer "Bösewelt", die kein Pardon kennt und sich oft in immerwährenden Kämpfen selbst zerfleischt.
Manchmal jedoch gelingt es einer Bösewelt, genug interne Kooperation zu erreichen, um die Wahrscheinlichkeitstechnik zu entdecken und zwischen den Dimensionen zu reisen. Dann wird es bitter für die angepeilten Welten, zumal, wenn sie nicht über das nötige Wissen verfügen. Die Bösewelten versuchen nämlich oft, sie zum Absturz, zur kompletten Eliminierung zu bringen.
Die Grundlage für die Existenz oder Nicht-Existenz von Wahrscheinlichkeitn ist in der in allen Universen gültigen Quanten-mechanik zu finden. Sie besagt, daß nur eine stabile Welt existieren darf. Was aber ist eine stabile Welt?
Nehmen wir als Beispiel den Aufbau eines Atoms. Der Kern wird von Elektronen umkreist, aber nicht irgendwie, sondern nur von einer bestimmten Anzahl in bestimmten Abständen. Das liegt daran, daß diese Elektronen schwingen und nur, wenn die Umlaufbahn eines Elektrons ein ganzzahliges Vielfaches seiner Schwingung ist, existiert sie überhaupt. Andere Möglichkeiten eines Atomaufbaus gibt es nicht.
Sie können nicht existieren. (Siehe Materialien zur Atomphysik, Max Planck et al.)
So ähnlich verhält es sich mit den Wahrscheinlichkeiten. Manche gibt es nicht, weil sie sich auf unmöglichen "Bahnen" befinden würden. Manche aber funktionieren, jedenfalls für eine gewisse Zeit. Wenn man es schafft, sie zu stabilisieren, können sie auch sicher werden.
Vergleichbar damit sind aus der Atomphysik die sogenannte Isotopen. Das sind Elemente, wo die Anzahl der vorhandenen Neutronen im Kern vom Standardtyp abweicht. Dieser Umstand verändert die chemischen Eigenschaften nicht, das Element bleibt erkennbar. Atome dieser Art neigen allerdings oft dazu, mehr oder weniger schnell zum Standard zurückzukehren oder zu zerfallen.
In diesem Beispiel hätte eine Gutwelt ordnungsgemäße Elektronenbahnen und eine stabile Kernbeschaffenheit. Damit erreicht sie auch eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit in ihrer Existenz. Die Einwohner einer solchen Gutwelt tun auch etwas für ihre Stabilität: sie sind kooperativ, helfen sich gegenseitig und sie achten aufeinander. Damit machen sie ihren Lebensraum sicher. Jede von hier aus sich neu entwickelnde Wahrscheinlichkeit ist sicherer als die sicherste, die sich aus einer Bösewelt mit Zank, Streit und mangelnder Kooperation entwickeln kann. Deshalb haben Bösewelten eine geringe Wahrscheinlichkeit. Hier kommt es oft zu Abstürzen, weil die Bewohner durch ihre Bosheit sie schließlich unmöglich gemacht haben.
Diese Abstürze setzen Energie frei. Je wahrscheinlicher die Welt war, desto größer ist die freiwerdende Energie, wenn sie abstürzt. Könnte man diese Energie auffangen und in die eigene Welt leiten, würde man sie um die Prozentpunkte der abgestürzten Welt aufladen können.
Wenn man die Wahrscheinlichkeitstechnik beherrscht und eine schwach wahrscheinliche Welt bewohnt, kann es sich lohnen, eine andere Welt abstürzen zu lassen. Je mehr Daseinsenergie hier frei wird, um so länger kann sich eine Wahrscheinlichkeit mit geringer Daseinslegitimation, wie der Bösewelttypus fachlich richtig heißt, halten, indem sie diese Energie auffängt.

Verschiedene Bösewelten haben diese Technik entwickelt. Die älteste uns bekannte gründet sich darauf, daß im ersten Jahr unserer Zeitrechnung die Schergen des König Herodes das Jesuskind fanden und ermordeten. Es ist bezeichnend für diese Sorte Welten, daß sie darauf auch noch stolz sind. Und darauf, daß sie bis heute eine große Zahl Welten zum Einsturz gebracht haben.
Eine Gutwelt würde so etwas nie tun. Abgesehen davon, daß es sehr unethisch ist, sie braucht es auch nicht, denn sie ist in sich kooperativ und stabil.

Gutwelten oder besser: Welten mit hoher Daseinslegitimation sind nicht nur wahrscheinlichkeits-stabil, sie sind auch sicher vor den Angriffen von Bösewelten. Der Energieaufwand einer solchen Aktion wäre immens und die Aussicht auf einen Sieg für einen wahrscheinlichkeitsschwachen Angreifer zu gering, um sinnvoll in eine Strategie des Überlebenskampfs einbezogen zu werden. Es läuft in der Regel darauf hinaus, daß die Bösewelten selbst Energie abgeben, ohne etwas zu erreichen. Das wissen sie spätestens dann, wenn sie es einmal versucht haben. Deshalb muß eine Gutwelt auch darauf achten, das Ausmaß ihrer Daseinslegitimation zu erhalten, um in jeder Hinsicht sicher zu bleiben.

Ein anderer Fall sind die Schmutzigwelten oder Welten der chaotischen Entwicklungen. Sie haben eine nicht sehr hohe Wahrscheinlichkeit und bergen genügend Zündstoff in sich ,um durch manchmal recht einfache Manöver gesprengt zu werden. Der vorher angeführte Politikermord zum richtigen Zeitpunkt ist ein beliebtes Mittel in solchen Unternehmungen. Manchmal kann man so ganze Weltenfamilien eliminieren. Wenn nämlich dieser Politiker gut genug war, wirklich etwas in seiner Welt zu bewegen, bringt man eine große Anzahl von Möglichkeiten zum Absturz, die viel Energie beinhalten. Was übrig bleibt, ist höchstens eine Bösewelt, die selbst am Rand des Abgrundes dahinrutscht und sich aus eigener Kraft kaum halten kann.

Selten gibt es Grenzflächen zwischen den Welten. Warum, ist den Forschern noch weitgehend unklar. Es scheint kurzfristige Ähnlichkeiten, sogenannte Affinitätsfelder von Ereignisströmen zu geben.
Die meisten dieser "Tore" sind irgendwo in der freien Natur, mitten auf der Wiese, in einer Berghöhle, unter Wasser oder hoch in der Luft. Man kann durch solch ein Übergangsfeld gehen und in einer anderen Wahrscheinlichkeitswelt auftauchen und handeln. Das geschieht meist sehr zufällig, die Opfer jener Übergänge finden auch meist ohne Hilfsmittel nicht in ihre Wahrscheinlichkeit zurück. Absichtliche Übertritte werden als ein unzulässige Eingriffe gewertet und strafrechtlich verfolgt, da vermutet wird, daß jede Welt dafür mit einer Abnahme ihrer Wahrscheinlichkeit zu bezahlt. Es wurden zum Beispiel Effekte beobachtet, die Teile einer Wahrscheinlichkeit in eine andere hineingezogen haben.

Um Schäden für unsere hohe Daseinslegitimation zu verhindern, wurde im Jahr 1961 das Ministerium für Wahrscheinlichkeits-gestaltung eingerichtet. Viele Frauen und Männer wachen darüber, daß es zu so wenigen Verwicklungen wie möglich kommt. Sie werden Wahrscheinlichkeitshüter genannt.
Reisen in andere Welten müssen beantragt und gut begründet sein. In der Regel bekommen nur Geschichtsforscher ein Visum, wegen der hohen Gefahr für Leib und Leben nur in seltenen Fällen für Bösewelten. Das Ergebnis ihrer Arbeit ist Grundlage für das vorliegende Geschichtsbuch umliegender Welten.


Auszug aus der "Enzyklopädie der Rockmusik" von Sven Christiansen, Europäische Verlagsanstalt 1993, 8. erweiterte und aktualisierte Auflage 2000, Band 2: Großbritannien, Seiten 73 ff.:


THE BEATLES ab 1970

Im Mai 1970 erscheint das Album "Let it be". Es gibt Gerüchte über das Ende der Beatles. Am 17. April tritt Paul McCartney vor die Presse und verkündet den Abschluß eines neuen Plattenvertrages. Die Beatles verpflichten sich, vier LP`s und eine Welttournee bis zum Jahr 1980 abzuliefern.Im September 1972 erscheint das erfolgreichste Album ihrer Karriere: "Instant Karma". Es ist wieder ein Doppel-Album. Der Auszug aus einer Kritik lautet: The Beatles haben sich als stärkste schöpferische Kraft der Pop-Musik bewiesen und einen weiteren Meilenstein aus dem Felsen des Klanggebirges herausgeschlagen.(Time)

Dezember 1975. Mit ihrem neuen Album "Hi,Hi,Hi" einem weiteren Doppelalbum, gehen die Beatles auf Tournee. Es ist ihre erste seit 10 Jahren Sie brechen alle Rekorde. Gerüchte über erneute Differenzen zwischen Lennon und McCartney machen die Runde.Im April 1976 verkündet John Lennon seinen Ausstieg bei den Beatles. Zitat: "Lieber werde ich der neue Gitarrist bei den Rolling Stones, als jemals wieder mit den Beatles auf einer Bühne zu stehen." Die Beatles-Fans nehmen ihm diesen Vergleich mehr übel als seine damalige Jesus-Aussage. Er machte seine Drohung dann doch nicht wahr. Neuer Gitarrist bei den Stones wird Ron Wood.

Im September 1976 erscheint das Album "Crackerbox Palace". Trotz der hohen Chartplatzierungen bleibt das Album weit hinter den Erwar-tungen zurück. Ein Kommentator sagt dazu: "Wer will die Beatles schon als als Trio?"

1978 erscheint das "Grüne Album": The Beatles 1971 - 1976 November 1980. Die Sensation ist perfekt. John Lennon kehrt zu den Beatles zurück. Das neue Album "With a little luck" trifft den Geschmack des Publikums und auf einer Pressekonferenz in New York gibt man die Termine für die Welttournee 1981 bekannt. In nur wenigen Stunden sind alle Karten ausverkauft. Dann geschieht das Unglaubliche. Am 8. Dezember 1980 wird John Lennon erschossen. Der Täter wird später aussagen: "John Lennon mußte für den Verrat an den Beatles sterben." Die Karten für die bevorstehende Welttournee können zurückgegeben werden. Doch niemand folgt diesem Angebot. Das letzte Souvenir einer Legende bleibt in den Händen der Fans. Viele Konzerttermine an derer Band werden zu Gedenkfeiern umgestaltet.

Im November 1984 erscheint das Album "All those years ago" mit den letzten Songs von John Lennon.Dieses Album ist der erste Millionen-seller auf dem neuen Medium CD.13. Juli 1985. Überraschungsauftritt beim "Live Aid Festival" der übrigen 3 Beatles mit Julian Lennon. Es gibt Gerüchte um ein Comeback.

1988 erscheint das "Gelbe Album": The Beatles 1977-1984 Dezember 1999. Zur Eröffnung des Millenium Dome in London stellen die Beatles das All-Star-Album "The beat is back" vor. Zum Konzert erscheinen Bob Dylan, Michael Jackson, Stevie Wonder, Jeff Lynne und viele andere.

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